HP verbaut in seinem 520-Dollar-Laptop OmniBook 3 16 satte 16 GB RAM – und laut The Verge schlägt das Gerät damit deutlich teurere Rivalen, die bei 8 GB feststecken. Während die Laptop-Preise insgesamt steigen, zeigt sich: Nicht der Preis entscheidet, ob ein günstiges Gerät im Alltag taugt, sondern der Arbeitsspeicher.
Was ist passiert
Der HP OmniBook 3 16 kostet bei Walmart und Amazon rund 520 US-Dollar. Unter der Haube arbeitet ein achtkerniger Qualcomm-Snapdragon-X-Chip (X1-26-100), dazu kommen 16 GB LPDDR5x-RAM, eine 512-GB-NVMe-SSD und ein 16-Zoll-IPS-Display mit 1920x1200 Pixeln, 300 Nits und 60 Hz, das 62,5 Prozent des sRGB-Farbraums abdeckt. Der 68-Wh-Akku liefert im gemischten Web-Einsatz rund 12 Stunden Laufzeit. Das Gerät wiegt 3,65 Pfund (1,66 kg) und ist bis zu 0,63 Zoll (16 mm) dick. Reviewer Antonio G. Di Benedetto schreibt bei The Verge, ein okayer Laptop mit 16 GB RAM sei besser als ein schöner Laptop mit 8 GB. Zum Vergleich: Das 950-Dollar-Surface-Laptop von Microsoft kommt nur mit 8 GB RAM, und der 449-Dollar-Chuwi-UniBook, ebenfalls mit 8 GB, stürzte bei einem 4K-Premiere-Export-Test ab – einer Aufgabe, die das OmniBook in 12 Minuten und 8 Sekunden erledigte.
Wie es dazu kam
Bis vor kurzem bekam man für 500 Dollar ein passables Gerät und für 900 Dollar ein wirklich gutes – bei ähnlicher CPU-, RAM- und Speicherausstattung in beiden Preisklassen. Der Unterschied lag vor allem bei Verarbeitung und Display, denn Arbeitsspeicher und Speicherplatz waren günstig zu verbauen. Eine Marktverschiebung, die The Verge 'RAMageddon' nennt, hat die Speicherpreise stark nach oben getrieben – selbst 950-Dollar-Geräte wie das Surface Laptop kommen inzwischen nur noch mit 8 GB. Hersteller, die gegen das 700-Dollar-MacBook Neo konkurrieren, reagieren stattdessen mit schwächeren Prozessoren, weniger Speicher und schlechterer Verarbeitung. HP hat diesen Kompromiss beim OmniBook 3 16 – wie schon beim im Dezember getesteten OmniBook 5 – bislang vermieden.
Warum das für dich wichtig ist
Wer aktuell einen Laptop unter 600 Dollar kaufen will, sollte stärker auf die RAM-Kapazität achten als auf Markenname oder Displayqualität. Studierende, Angestellte mit Firmenlaptop und preisbewusste Käufer bekommen bei einem 520-Dollar-Gerät oft flüssigeres Multitasking als bei teureren Modellen mit nur 8 GB. Wer Komponentenpreise im Blick behält, sollte wissen: Dieser Wertvorteil hängt an den aktuellen Speicherpreisen und ist nicht garantiert von Dauer. Der Reviewer bezeichnete den Preis des OmniBook 3 angesichts der Preisentwicklung bei RAM ausdrücklich als 'anomal'.
Die große Frage
Wenn die Speicherknappheit die Preise weiter nach oben treibt: Verschwinden erschwingliche Multitasking-Laptops irgendwann ganz – und werden 8 GB zum neuen Standard-Minimum für Budget-Käufer überall?
Was jetzt zu beobachten ist
Der Test erschien am 22. August 2026. The Verge will künftig weitere Laptops unter 800 Dollar testen, während die RAM-Knappheit die Preisgestaltung weiter durcheinanderwirbelt. Ob HP den Preis von 520 Dollar für das OmniBook 3 hält oder ihn wie ein Großteil des Markts anhebt, bleibt die entscheidende Frage.



