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Apple überarbeitet EU-App-Store-Gebühren wegen DMA

By bonuz NewsroomPublished August 19, 2026
Apple Overhauls EU App Store Fees Under DMA Rules

Apple ändert erneut seine App-Store-Regeln in der Europäischen Union, diesmal mit Wirkung zum 1. Oktober 2026. Neue Provisionen ersetzen die alten Gebühren, und sämtliche Entwickler wechseln künftig zu einem einheitlichen Regelwerk. Wer in der EU Apps baut oder kauft, spürt die Umstellung – das gilt auch für Crypto-Wallets und Web3-Tools.

Was tatsächlich passiert ist

Apples neue Bedingungen gelten laut The Verge ab dem 1. Oktober 2026. App-Store-Käufe über Apples eigenes In-App-Zahlungssystem kosten künftig 26 Prozent Provision. Entwickler, die alternative Zahlungsanbieter nutzen, zahlen 20 Prozent. Käufe, die über einen Link außerhalb der App abgeschlossen werden, kosten 15 Prozent. Apps, die über Drittanbieter-Stores oder das Web vertrieben werden, zahlen stattdessen eine Core Technology Commission von 5 Prozent auf digitale Transaktionen. Apple streicht im Gegenzug die anfängliche Akquisitionsgebühr, die Store-Services-Gebühr sowie die alte Core Technology Fee, eine Abgabe von 0,50 Euro pro Installation oberhalb von 1 Million jährlichen Installationen. Entwickler müssen ihre gewählte Zahlungsoption 12 Monate lang beibehalten, was laut Apple "Konsistenz und Klarheit für Nutzer" schafft. Epic Games bezeichnet die neuen Sätze laut dem Bericht als "Junk Fees".

Wie es dazu kam

Apple hatte seine App-Store-Regeln bereits im vergangenen Jahr überarbeitet, um dem Digital Markets Act, dem EU-Gesetz zur Regulierung großer Tech-Plattformen, zu entsprechen. Die EU-Kommission verhängte anschließend eine Strafe gegen Apple, nachdem sie festgestellt hatte, dass dessen Anti-Steering-Regeln gegen den DMA verstießen. Apple wehrte sich und argumentierte, App Store und iOS sollten überhaupt nicht unter das Gesetz fallen. Diesen Versuch verlor das Unternehmen im vergangenen Monat. Die neuen Bedingungen sind Apples jüngster Versuch, den Streit abzuschließen und Regeln festzulegen, die nach eigener Aussage dauerhaft Bestand haben sollen.

Warum das für dich wichtig ist

Entwickler, die Apps in der EU vertreiben, erhalten ein klareres, einheitliches Regelwerk, müssen aber weiterhin mit Provisionen zwischen 5 und 26 Prozent rechnen, je nach Vertriebsweg. Kleine Entwickler in Apples Rabattprogrammen zahlen reduzierte Sätze. Crypto- und Web3-Apps, die alternative Zahlungswege nutzen, könnten unter den neuen Regeln niedrigere Gebühren zahlen als beim alten In-App-Kaufsystem. Nutzer unter 18 Jahren benötigen künftig die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten für Käufe über alternative Zahlungsmethoden innerhalb von App-Store-Apps, und Apps für Kinder unter 13 Jahren verlieren die Möglichkeit, für Zahlungen nach außen zu verlinken, komplett.

Die größere Frage

Beendet eine einzige, vereinfachte Gebührenstruktur tatsächlich die Streitigkeiten zwischen den Plattformen, oder verschiebt sie nur die Debatte darüber, was als faire Gebühr für das Bauen auf der Plattform eines anderen gilt?

Was als Nächstes zu beobachten ist

Apples neue Bedingungen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft. Die Reaktionen der Entwickler, insbesondere von Epic Games, dürften sich in der Zwischenzeit fortsetzen. Zu beobachten bleibt zudem, ob die EU-Kommission ihre Prüfung im Rahmen des DMA verschärft und ob andere Regionen Apple zu ähnlichen Änderungen drängen. Bonuz wird weiter verfolgen, wie sich diese Gebühren auf Wallet- und App-Vertrieb in Europa auswirken.

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