Was tatsächlich passiert ist
TC Sottek, leitender Redakteur bei The Verge, berichtet, dass in seinem selbstgebauten PC zwei separate 2-TB-SSDs vom Typ Samsung 970 Evo bei zwei unterschiedlichen Gelegenheiten beim Hochfahren ohne Vorwarnung ausgefallen sind. Er nutzt Dropbox bereits seit 2018, also seit acht Jahren. Sein Familientarif kostet rund 204 US-Dollar im Jahr, umgerechnet 17 Dollar im Monat, und deckt bis zu sechs Mitglieder ab. Ein Einzeltarif kostet bei jährlicher Abrechnung 9,99 Dollar im Monat, also etwa 120 Dollar im Jahr, für 2 TB Speicherplatz. Ein Upgrade auf 3 TB schlägt mit rund 143 Dollar im Jahr zu Buche. Dropbox erlaubt Dateiübertragungen von bis zu 50 GB. Sottek gibt an, im Schnitt eine Upload-Geschwindigkeit von 20 Mbit/s zu erreichen und seine 1 TB umfassende synchronisierte Bibliothek über eine Gigabit-Verbindung in etwa zwei Stunden herunterladen zu können. Aktuell nutzt er eine Samsung 990 Evo Plus mit 2 TB, die laut eigener Aussage fast doppelt so viel kostet wie seine ursprüngliche SSD.
Wie es dazu kam
Sottek begann 2018 mit Dropbox, als er ein großes crowdfinanziertes Spieledesign-Projekt betreute und Sorge hatte, lokal gespeicherte Dateien zu verlieren, obwohl er bereits über Backups zu Hause verfügte. Er spiegelte damals seine gesamte Arbeitspartition in die Cloud, als zusätzliche Absicherung. Seitdem sind die Komponentenpreise stark gestiegen, wodurch lokale Redundanz, etwa über RAID-Systeme oder abgeschottete Air-Gap-Laufwerke, deutlich teurer in der Instandhaltung geworden ist. Diese Entwicklung treibt immer mehr PC-Bauer zu Cloud-Backup-Abos als günstigere Alternative zum Kauf zusätzlicher physischer Laufwerke.
Warum das für dich wichtig ist
Für PC-Bauer und Kreative, die große Mengen lokaler Dateien verwalten, zeigt dieser Bericht: Backup-Kosten sind heute eine Hardware-Entscheidung und kein nachträglicher Gedanke mehr. Dropboxs Preisspanne von 120 bis 204 Dollar im Jahr konkurriert mit Alternativen wie Backblazes unbegrenztem Tarif für 99 Dollar im Jahr, Apple iCloud Plus und den Backup-Funktionen von Adobe Creative Cloud. Wer Wallets, Keys oder Projektdateien lokal speichert, steht vor demselben Dilemma wie Sottek: Bequemlichkeit der Cloud gegen die Kontrolle, die Offline-Speicher bietet. Je teurer SSDs und andere Komponenten werden, desto günstiger wirkt im Vergleich die Cloud-Absicherung.
Die große Frage
Wenn lokale Speicherhardware immer teurer wird, wie viel der wichtigsten eigenen Daten sollte dann noch ausschließlich auf physisch kontrollierten Geräten liegen, und wie viel in der Cloud eines fremden Anbieters?
Worauf man achten sollte
The Verge veröffentlichte diesen Bericht am 9. August 2026 und spiegelt damit die zu diesem Zeitpunkt aktuellen Speicher- und Abopreise wider. Es lohnt sich, weitere Entwicklungen bei den SSD-Preisen im Blick zu behalten, die sich laut Sottek für sein aktuelles Laufwerk bereits nahezu verdoppelt haben, ebenso wie mögliche Preisänderungen bei Dropbox, Backblaze oder Apple, während die Nachfrage nach privaten Backup-Lösungen weiter wächst.



