Meta Project Phoenix: Leak zeigt AR-Brille mit Sehstärke

By bonuz NewsroomPublished September 13, 2026
Meta’s Project Phoenix Leak Shows Prescription AR Lenses

Geleakte Firmware-Bilder zeigen das Prescription-Lens-System im unveröffentlichten Project-Phoenix-Headset von Meta, entwickelt zusammen mit Zenni Optical. Die Bilder tauchten wenige Tage vor der Meta Connect auf. Das ist relevant, weil ein Headset, das zur eigenen Sehstärke passt, kein Spielzeug zum Überstülpen ist. Es kommt einer Brille näher, die man den ganzen Tag tragen könnte.

Was tatsächlich passiert ist

Die Bilder wurden in einem Horizon-OS-Firmware-Paket namens „HorizonOS Prescription Lens" gefunden, das laut UploadVR erstmals im August 2026 auftauchte und im September aktualisiert wurde. Sie zeigen ein schlankes Headset mit brillenartigen Nasenpads, einem herausnehmbaren Einsatz für Korrekturgläser und einem QR-Code-Scan-Schritt, mit dem die Gläser dem Gerät zugeordnet werden. Sensoren sitzen an den Seiten und auf der Unterseite der Bügel. Ein Kabel führt vom linken Bügel zu einem separaten Compute-Puck, der die Rechenlast auslagert, damit das Headset selbst leicht bleibt, so Road to VR. Meta hat weder Namen noch Preis noch Erscheinungsdatum bestätigt. Die Meta Connect findet später im September 2026 statt.

Wie es dazu kam

Phoenix kursierte bereits unter drei Codenamen, Phoenix, Stanley und Loma, seit im Juli 2026 ein verpixeltes Setup-Video durchsickerte. Dieser frühere Leak zeigte bereits unabhängig verstellbaren Linsenabstand, abnehmbare Nasenclips sowie eingebautes Hand- und Eye-Tracking. Meta hat inzwischen interne VR-Spielestudios geschlossen und AAA-Titel in der Entwicklung gestrichen, um die Reality-Labs-Sparte stärker auf KI-Wearables auszurichten, darunter die Meta Glasses. Das Unternehmen scheint Phoenix weniger für Gamer zu positionieren als vielmehr als Allzweckcomputer, der Apples Vision Pro Konkurrenz machen soll, preislich deutlich über der Quest 3S. Korrekturgläser, die derart präzise angepasst sind, sind neu für ein Headset. Lesebrillen werden seit Jahrhunderten auf ein einzelnes Augenpaar geschliffen. Ein Computer bislang nicht.

Warum das für dich zählt

Wenn die Gläser zur eigenen Sehstärke passen und das Headset so leicht bleibt, wird das Tragen über einen ganzen Tag plausibel statt umständlich. Eye- und Hand-Tracking bedeuten, dass das Gerät einen Blick erfassen könnte, statt auf einen Knopfdruck zu warten. Die nach unten gerichteten Sensoren, deren Zweck Meta nicht erklärt hat, könnten auf Face-Tracking für Anrufe oder Mimik hindeuten. Für Entwickler wirkt Phoenix wie eine Wette auf Alltagscomputing statt reines Gaming, was Apps öffnet, die einen Raum beobachten statt nur einen Bildschirm. Genau darauf zielt auch bonuz mit dem Human Layer ab, bei dem ein Ort, den man regelmäßig besucht, einen wiedererkennen kann, ganz ohne Login oder Wallet.

Die größere Frage

Wenn eine Brille die exakte Sehstärke trägt und nebenbei den Raum um einen herum liest, wer entscheidet dann, was sie wahrnehmen darf, und wer sonst noch davon erfährt? Sensoren, die auf ein Gesicht gerichtet sind, unterscheiden sich von Sensoren, die auf einen Bildschirm gerichtet sind. Meta hat nicht gesagt, wofür die nach unten gerichteten Sensoren bei Phoenix gedacht sind. Diese Lücke zwischen dem, was ein Gerät sehen kann, und dem, was es offenlegt, wird jeden einzelnen Headset-Launch überdauern.

Was als Nächstes ansteht

Die Meta Connect läuft in der zweiten Septemberhälfte 2026, wo Phoenix voraussichtlich seinen ersten Bühnenauftritt bekommt, zusammen mit neuen Meta Glasses. Achte auf einen offiziellen Namen, Preis und Erscheinungsdatum, von denen bislang nichts durchgesickert ist. Separat davon soll Apples 2.000-Dollar-iPhone Duo, das bereits mit zwei Rückkameras erhältlich ist, laut Berichten keine räumlichen Fotos oder Videos für die Vision Pro aufnehmen können, eine Erinnerung daran, dass Kamera-Hardware und Headset-Software noch immer nicht immer zusammenspielen.

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