Microsoft Edge blockt alte Ad-Blocker wie uBlock Origin

By bonuz NewsroomPublished August 8, 2026
Microsoft Edge Blocks Old Ad Blockers Like uBlock Origin

Microsoft beendet den Support für Manifest-V2-Erweiterungen in Edge und kappt damit uBlock Origin sowie andere ältere Ad-Blocker. Damit vollzieht Microsoft einen Schritt, den Google Chrome bereits Anfang 2026 gegangen ist. Wer in Edge Werbung oder Tracker blockiert, sollte jetzt prüfen, ob die eigene Erweiterung bald ausgehebelt wird.

Was tatsächlich passiert ist

Laut Microsoft haben nur 58 Erweiterungen im Edge Add-On Store eine 'nennenswerte Nutzung' und laufen noch unter Manifest V2. Von diesen besitzen lediglich drei keine Manifest-V3-Version, wie The Verge am 7. August 2026 berichtete. Microsoft erklärte dazu: 'In den kommenden Monaten werden MV2-Erweiterungen schrittweise standardmäßig deaktiviert. Nutzer werden vorab benachrichtigt und auf empfohlene MV3-Versionen hingewiesen, sofern vorhanden.' Der Rollout beginnt in den Edge-Kanälen Canary, Dev und Beta, bevor er den Stable-Kanal erreicht. Microsoft will den Übergang für Privatnutzer bis Ende 2026 abschließen. Die Abschaltung für Unternehmen folgt Anfang 2027. Verwaltete Geräte bleiben während der Consumer-Phase zunächst unberührt.

Wie es dazu kam

Google Chrome hatte bereits Anfang 2026 einen ähnlichen Kurswechsel vollzogen und Nutzer in Richtung Manifest V3 gedrängt, das die netzwerkbasierten Blockier-APIs einschränkt, auf die vollwertige Ad-Blocker angewiesen sind, so The Verge. Edge basiert auf Chromium und folgt derselben Plattform-Roadmap. Als MV3-Alternative existiert bereits uBlock Origin Lite, allerdings mit deutlich weniger Filterkontrolle als das Original. Opera hat angekündigt, MV2-Erweiterungen 'so lange wie technisch vertretbar' weiter zu unterstützen. Firefox, das eine eigene Erweiterungs-Engine nutzt, unterstützt weiterhin vollwertige MV2-Ad-Blocker.

Warum das für dich wichtig ist

Für Edge-Nutzer, die uBlock Origin oder ähnliche Tools verwenden, könnte die Werbeblockierung schwächer werden oder ganz ausfallen, sobald der MV2-Support endet. Der Umstieg auf uBlock Origin Lite erhält zwar einen Teil der Filterfunktionen, jedoch mit weniger Regeln und geringerer Anpassbarkeit. Wer volle Werbe- und Tracker-Blockierung will, muss möglicherweise zu Firefox oder Opera wechseln. Für Entwickler von Erweiterungen ist die MV3-Migration auf Chromium-Browsern nicht mehr optional. Für alle, die browserbasierte Tools rund um Werbung, Datenschutz oder Content-Filterung bauen, einschließlich Wallet- und Web3-Erweiterungen, schrumpft damit die Zahl der Plattformen, die tiefgreifende Kontrolle auf Browserebene erlauben.

Die größere Frage

Wenn sich alle großen Chromium-Browser auf dieselben Erweiterungsregeln einigen, wie viel echte Wahlfreiheit bleibt den Nutzern dann noch – und was passiert mit Datenschutz-Tools auf Browserebene, wenn Plattformbetreiber bestimmen, was Erweiterungen technisch überhaupt noch dürfen?

Worauf man achten sollte

Microsofts MV2-Abschaltung beginnt diesen Monat in den Kanälen Canary, Dev und Beta und breitet sich in den folgenden Monaten auf Stable aus. Microsoft peilt Ende 2026 als Zieldatum für den Abschluss des Übergangs bei Privatnutzern an. Unternehmensnutzer behalten den MV2-Support bis Anfang 2027, wenn Microsoft die Unterstützung auch dort einstellt. Achte auf Benachrichtigungen im Browser, die auf MV3-Ersatzlösungen hinweisen, bevor dein aktueller Ad-Blocker den Dienst quittiert.

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