Tokenisierte Aktien, die auf Coinbases Base-Netzwerk gehandelt werden, bewegen täglich zwischen 70 und 100 Millionen US-Dollar, wie Base-Gründer Jesse Pollak mitteilte. Die Zahlen kommen sechs Wochen nach dem Launch – und sie sind relevant, weil sie zeigen, ob tatsächlich echtes Geld bereit ist, Aktien über Blockchain-Infrastruktur zu handeln.
Was tatsächlich passiert ist
Coinbase brachte tokenisierte Aktien sechs Wochen vor dem 9. Oktober 2026 auf Base, berichtet The Block. Das tägliche Handelsvolumen liegt laut Jesse Pollak mittlerweile bei 70 bis 100 Millionen US-Dollar. Pollak erklärte zudem, dass Aktien und Nicht-Dollar-Stablecoins die Speerspitze eines kommenden „Tokenisierungs-Supercycle“ bilden würden – ein Begriff, mit dem er die nächste Welle von Real-World-Assets auf Blockchain-Netzwerken beschreibt. Base ist das von Coinbase entwickelte Ethereum-Layer-2-Netzwerk. Die Volumenangabe stammt direkt von Pollak, eine Aufschlüsselung nach einzelnen Aktien oder Handelsplattformen liegt nicht vor. Ein genaues Startdatum wurde über den Sechs-Wochen-Bezugspunkt hinaus nicht genannt.
Wie es dazu kam
Tokenisierte Aktien sind digitale Abbildungen von Unternehmensanteilen, die auf Blockchain-Netzwerken statt an klassischen Börsen gehandelt werden. Base, von Coinbase ins Leben gerufen, treibt seinen Ausbau zu einem Knotenpunkt für Real-World-Assets wie Aktien und Stablecoins voran. Pollaks Aussagen ordnen diesen Launch in einen breiteren „Tokenisierungs-Supercycle“ ein, den er als Nächstes erwartet, angeführt von Aktien und Nicht-Dollar-Stablecoins. Der Bericht geht nicht darauf ein, was diesem konkreten Launch vorausging – etwa ob vor den sechs Wochen bereits andere tokenisierte Aktienprodukte auf Base existierten oder wie sich das Handelsvolumen seither entwickelt hat.
Warum das für dich wichtig ist
Für Krypto-Nutzer signalisiert dies wachsendes Interesse am Aktienhandel über Blockchain-Schienen, abseits klassischer Broker. Für Alltagsnutzer könnten tokenisierte Aktien bedeuten, dass Zugang zu Aktien künftig über Krypto-Wallets möglich wird, potenziell auch über Apps, die auf Base aufbauen. Für Entwickler deutet das hohe Tagesvolumen darauf hin, dass Nachfrage nach Infrastruktur für tokenisierte Aktien und Nicht-Dollar-Stablecoins besteht – Bereiche, die Pollak als nächste Wachstumstreiber nennt. Hält sich das Volumen oder wächst es weiter, dürften mehr Plattformen ähnliche Produkte launchen, und Oberflächen wie Wallets oder Lifestyle-Apps, darunter auch solche, die bonuz verfolgt, könnten tokenisierten Aktienzugang als Feature ergänzen. Wie schnell sich das über Base hinaus ausweitet, dürfte stark von regulatorischer Klarheit abhängen.
Die größere Frage
Wenn tokenisierte Aktien weiterhin zweistellige Millionenbeträge an täglichem Handelsvolumen anziehen, wie viel vom traditionellen Aktienhandel könnte langfristig auf Blockchain-Netzwerke abwandern? Pollak verweist zudem auf Nicht-Dollar-Stablecoins als führende Kategorie in diesem Wandel. Offen bleibt, ob Börsen, Broker und Regulierer, die auf das heutige Finanzsystem zugeschnitten sind, schnell genug mithalten können – oder ob sich stattdessen eine völlig neue Marktstruktur rund um tokenisierte Vermögenswerte bildet.
Worauf du achten solltest
Konkrete künftige Termine werden im Bericht nicht genannt. Zu beobachten sind aktualisierte Volumenzahlen von Coinbase oder Base sowie Details dazu, welche Nicht-Dollar-Stablecoins oder Aktien Pollak als Nächstes an der Spitze sieht. Weitere Kommentare von Pollak oder Coinbase zum „Tokenisierungs-Supercycle“ dürften mehr Klarheit über den Zeitrahmen bringen. Bonuz wird verfolgen, wie Wallet- und Lifestyle-Apps reagieren, sobald der Zugang zu tokenisierten Aktien breiter verfügbar wird.



