StarkWare, das Unternehmen hinter Starknet, bezeichnete einen möglichen Wechsel weg von Ethereum als Basis-Settlement-Layer am 10. Oktober 2026 als seinen 'klarsten Weg nach vorn'. Starknet rechnet seine Transaktionen aktuell weiterhin über Ethereum ab. Die Debatte ist relevant, weil sie testet, ob einer der größten Ethereum-Rollups jemals das Netzwerk verlassen würde, für dessen Skalierung er ursprünglich gebaut wurde.
Was tatsächlich geschah
StarkWares Aussage kam, nachdem Starknets offizieller Account denselben Schritt laut The Defiant nur einen Tag zuvor noch als 'eine Frage, keine Entscheidung' bezeichnet hatte. Starknet rechnet derzeit weiterhin über Ethereum ab, daran hat sich nichts geändert. Unabhängig davon verlängerten Spot-Ether-ETFs laut Daten von The Block ihre Abfluss-Serie auf neun aufeinanderfolgende Tage. Auch Bitcoin- und Solana-Spot-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche wöchentliche Abflüsse, nachdem Solana-Fonds gerade erst eine rekordverdächtige 14-wöchige Zuflussserie beendet hatten. Beim Kurs notierte ETH zum Zeitpunkt dieser Erhebung bei $2.525, ein Plus von +0,66 % innerhalb von 24 Stunden, mit einem 24-Stunden-Hoch von $2.517 und einem Tief von $2.496 sowie einem 24-Stunden-Volumen von $7,31 Milliarden.
Wie es dazu kam
Die L1-Debatte fällt genau ein Jahr nach dem Flash Crash vom 10. Oktober 2025, der die Kryptomärkte breit traf. Die Orderbücher von Bitcoin und Ether haben sich laut CoinDesk seitdem wieder auf ein Niveau erholt, das tiefer liegt als vor diesem Crash. Die Liquidität bei Altcoins hat sich nicht in gleichem Maße erholt, und das gesamte Spot-Handelsvolumen liegt weiterhin unter seinem Höchststand vom Oktober 2025. Starknet hat sich seinen Ruf als Ethereum-nativer Zero-Knowledge-Rollup aufgebaut. Jede Frage nach einem Abschied von diesem Settlement-Layer berührt eine grundlegende Designentscheidung, vor der auch andere Rollups stehen, während der Wettbewerb durch schnellere Chains anhält.
Warum das für dich wichtig ist
Für Starknet-Nutzer ändert sich aktuell nichts. Transaktionen werden weiterhin über Ethereum abgerechnet, und Gelder bleiben dadurch gesichert. Für Entwickler im gesamten Layer-2-Ökosystem ist die Debatte ein Signal: Wenn ein großer Rollup offen über einen Abschied von Ethereum nachdenkt, könnten andere vor derselben internen Diskussion stehen. Für ETH-Halter deutet die neuntägige ETF-Abfluss-Serie darauf hin, dass institutionelles Kapital teilweise in andere Anlagen umgeschichtet wird, selbst während der ETH-Kurs nahe $2.525 verharrte, ein Plus von +0,66 %. Die Liquiditätstiefe von ETH selbst hat sich seit dem Crash im vergangenen Jahr erholt, was für große Trades mehr Gewicht hat als Schlagzeilen über die Roadmap eines einzelnen L2.
Die größere Frage
Wenn einer der größten Ethereum-Rollups ernsthaft über einen Abschied von dem Netzwerk nachdenkt, für dessen Skalierung er gebaut wurde, was bedeutet dann 'Ethereum-Ökosystem' künftig noch? Ist Treue zum Settlement-Layer eine technische Notwendigkeit, eine geschäftliche Entscheidung oder etwas ganz anderes? Die Antwort könnte verändern, wie Halter und Entwickler beurteilen, welche Layer-2-Netzwerke an Ethereums Sicherheitsgarantien verankert bleiben – und welche sich mit der Zeit still und leise in Richtung Unabhängigkeit bewegen.
Worauf zu achten ist
Zu beobachten ist, ob StarkWare aus dieser 'Frage' eine formelle Entscheidung macht und wie die Starknet-Community darauf reagiert. Ebenso im Blick behalten: ob sich die Abfluss-Serie bei Ether-ETFs über neun Tage hinaus fortsetzt, oder ob sich die Flüsse umkehren, wie es bei Solana-Fonds nach 14 Wochen mit Zuflüssen geschah. Bonuz wird jede Bewegung beim Settlement-Layer als strukturelle Geschichte verfolgen, nicht nur als Kursmeldung.
Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Finanzberatung dar. Preise sind Momentaufnahmen und ändern sich fortlaufend. Nichts davon ist eine Empfehlung, ein Asset zu kaufen oder zu verkaufen. Mach deine eigene Recherche.



