BNY führt Berichten zufolge Gespräche mit Payward, der Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, über eine mögliche Infrastrukturpartnerschaft. Die Verhandlungen sind bemerkenswert, weil sie etablierte Bankeninfrastruktur näher an Custody, Handel und Zahlungsabwicklung im Digital-Asset-Bereich heranrücken könnten.
Was tatsächlich geschah
Laut CoinDesk stehen BNY und Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, in Gesprächen über eine mögliche Infrastrukturpartnerschaft. Der am 30. September 2026 veröffentlichte Bericht zufolge könnte die Vereinbarung digitale Assets, Custody, Handel, Zahlungen sowie weitere Finanzmarktinfrastruktur umfassen. Konkrete Vertragsbedingungen, ein Zeitplan oder Summen wurden im Bericht nicht genannt. Weder BNY noch Payward haben sich öffentlich zu Umfang oder Status der Gespräche geäußert, soweit aus den verfügbaren Berichten ersichtlich. Payward wird in dem Bericht als Muttergesellschaft von Kraken bezeichnet.
Wie es dazu kam
Banken erkunden zunehmend Partnerschaften mit Kryptounternehmen, da die institutionelle Nachfrage nach Digital-Asset-Dienstleistungen wächst. Custody, Handel und Zahlungen gehören zu den Kernbereichen, in denen Banken und Börsen in den vergangenen Jahren engere Verbindungen gesucht haben. Der CoinDesk-Bericht liefert keine weiteren Details dazu, wie die Gespräche zustande kamen oder ob es bereits frühere Kontakte zwischen BNY und Payward gab. Auch zu Zeitplan, Vertragsstruktur oder einer möglichen Einbindung von Regulierungsbehörden macht der Bericht keine Angaben. Wie weit die Gespräche tatsächlich fortgeschritten sind, bleibt damit offen.
Warum das für dich wichtig ist
Sollte die Partnerschaft zustande kommen, könnten Kraken-Nutzer und institutionelle Kunden künftig Zugang zu Bankencustody und -abwicklung auf Institutsniveau erhalten, kombiniert mit der bestehenden Handelsinfrastruktur von Kraken. Für institutionelle Akteure wäre dies ein Signal für eine wachsende Brücke zwischen traditionellen Verwahrstellen und kryptonativen Plattformen. Entwickler, die Schnittstellen zu Kraken oder Payward bauen, müssten sich auf mögliche neue Infrastruktur in den Bereichen Custody, Handel oder Zahlungen einstellen. Der Bericht bestätigt jedoch nicht, welche Dienstleistungen der Deal konkret umfassen würde oder ob Privatnutzer Änderungen an Kraken-Plattform oder Gebühren bemerken würden.
Die größere Frage
Sollten BNY und Payward von Gesprächen zu einer unterzeichneten Vereinbarung übergehen, stellt sich die Frage: Wie eng werden traditionelle Verwahrbanken und kryptonative Börsen künftig ihre Infrastruktur verschmelzen? Markiert dies einen Wandel, bei dem klassische Banken zu zentralen Dienstleistern für digitale Assets werden, statt als externe Konkurrenten aufzutreten? Die Antwort darauf könnte mitentscheiden, wie Custody, Handel und Zahlungen in der Kryptobranche über Jahre hinweg funktionieren.
Worauf zu achten ist
Bis zum 30. September 2026, als die Gespräche erstmals bekannt wurden, gab es keine offizielle Bestätigung von BNY oder Payward. Zu den nächsten Meilensteinen zählen eine formelle Vertragsankündigung, offengelegte Deal-Bedingungen und -Umfang sowie etwaige regulatorische Einreichungen im Zusammenhang mit Custody- oder Zahlungsinfrastruktur. Bonuz verfolgt weiterhin, wie traditionelle Banken sich in der Krypto-Infrastruktur engagieren, während sich diese Gespräche weiterentwickeln.



