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Tom Veks Sleevenote trotzt dem Retro-Trend bei Musik

By bonuz NewsroomPublished August 9, 2026
Tom Vek's Sleevenote Music Player Rejects Retro Trend

Musiker Tom Vek verkauft die letzten Einheiten der Day-One-Edition seines digitalen Musikplayers Sleevenote für 349 US-Dollar. Das Gerät ist deshalb interessant, weil es testet, ob Menschen für eigenständige, offline nutzbare Musik-Hardware zahlen statt für eine Smartphone-App – und das genau in einem Moment, in dem Retro-CD- und Kassettenspieler im Trend liegen.

Was ist passiert

Vek skizzierte die Idee zu Sleevenote erstmals 2020, inspiriert von Vinyl-Verpackungen und Liner Notes. Er wollte dieses visuelle Erlebnis in die digitale Musikwelt übertragen. Der ursprüngliche Prototyp war groß, etwa so groß wie eine 7-Zoll-Single, dabei aber dicker und schwerer. Laut The Verge erwiesen sich Bauteile wie quadratische Displays als schwer zu beschaffen. Die neue Version ist kleiner und günstiger. Eine limitierte Day-One-Edition ist jetzt für 349 Dollar erhältlich. Vek gründete das Projekt zusammen mit Chris, dem er zuschreibt, den Überblick über die vielen offenen Browser-Tabs zu behalten, während er selbst Grafiken und UI gestaltet. Vek beschreibt Sleevenote kurz als „einen Kindle für Musik“.

Wie es dazu kam

Vek machte sich zunächst als Musiker einen Namen. Sein Debütalbum We Have Sound aus dem Jahr 2005 erhielt bei Pitchfork eine Wertung von 7,6 und lieferte Songs für The OC und Grand Theft Auto IV. Der Nachfolger Leisure Seizure erreichte 2011 Platz 79 der britischen Charts. 2022 folgte Newer Symbols. Parallel zu diesem musikalischen Werk tüftelte Vek jahrelang im Stillen an Sleevenote und kämpfte sich durch diverse Lieferprobleme, bis am Ende das kleinere, günstigere Gerät stand, das jetzt verschickt wird. Diese sechs Jahre zwischen Idee und verkaufsfertiger Hardware zeigen, wie schwer es für unabhängige Entwickler ist, physische Geräte außerhalb des Smartphone-Ökosystems auf den Markt zu bringen.

Warum das für dich wichtig ist

Für Musikfans bietet Sleevenote eine kostenpflichtige, offline nutzbare Alternative zum Streaming – eine, die laut Vek mehr Geld an Künstler weiterleitet als der Kauf einer gebrauchten CD. Für Entwickler ist seine Erfahrung ein Lehrstück über die Hürden kleiner Hardware-Serien, von der Beschaffung quadratischer Displays bis zur Verkleinerung eines ursprünglich viel zu großen Geräts. Für den Gadget-Markt insgesamt ist Sleevenote eine Wette darauf, dass eigenständige Geräte neben dem Smartphone weiterhin ihren Platz haben – ein Gedanke, der auch erklärt, warum bonuz.xyz eigenständige Hardware wie AR-Brillen im Blick behält. Sollte die Nachfrage nach dem Ausverkauf der Day-One-Edition anhalten, könnte das beeinflussen, was Vek als Nächstes baut.

Die größere Frage

Vek will sich von Nostalgie-Hardware wie Retro-CD- und Kassettenplayern lösen und stattdessen neue, eigenständige Geräte für digitale Dateien entwickeln. Das wirft eine größere Frage auf: Kann Hardware mit nur einem Zweck der Aufmerksamkeit vom Smartphone etwas abtrotzen – oder wird am Ende jedes Gadget einfach zur App auf dem Handy? Sleevenote ist dabei ein kleiner Testfall. Die Antwort könnte für alle relevant sein, die auf künftige Wearables und Begleitgeräte setzen, die Menschen dazu bringen sollen, noch ein weiteres Gerät mit sich zu tragen.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Die letzten Einheiten der Sleevenote Day-One-Edition sind derzeit für 349 US-Dollar erhältlich, ein Enddatum für den Verkauf wurde nicht genannt. Vek erklärt, er richte den Blick bereits auf das nächste Kapitel des Projekts. Ein konkreter Termin für ein Nachfolgemodell wurde laut The Verge bislang nicht genannt.

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