Argentinischer Richter spricht Milei im LIBRA-Fall frei

By bonuz NewsroomPublished October 25, 2026
Argentine Judge Clears Milei, Others in LIBRA Case

Ein argentinischer Richter hat Präsident Javier Milei und zehn weitere Beschuldigte im LIBRA-Token-Fall freigesprochen und keine strafrechtlich relevante Täuschung festgestellt. Der Fall testet, wie weit ein Staatsoberhaupt bei der Bewerbung einer Kryptowährung gehen kann, bevor eine Betrugshaftung droht.

Was tatsächlich geschah

Laut The Block hat ein argentinischer Richter ein 60-seitiges Urteil gefällt, das Präsident Javier Milei und zehn weitere Beschuldigte im LIBRA-Token-Fall entlastet. Das Urteil stellte fest, dass keine „strafrechtlich relevante Täuschung“ vorlag. Konkret kam der Richter zu dem Schluss, dass Mileis Social-Media-Post zur Bewerbung des LIBRA-Tokens für sich allein keinen Betrug begründet. Diese Feststellung trennt die reine Werbehandlung von einer strafrechtlichen Verantwortung. Der Bericht von The Block, veröffentlicht am 24. Oktober 2026, nennt unter den elf freigesprochenen Parteien namentlich nur Milei und geht weder auf die zugrunde liegenden Vorwürfe noch auf die Geschichte des Tokens oder die Identität der zehn weiteren Beschuldigten ein.

Wie es dazu kam

Im Zentrum des LIBRA-Falls stand ein Post von Milei zur Bewerbung des Tokens, der offenbar als zentraler Anknüpfungspunkt für die Täuschungsvorwürfe gegen ihn und die zehn weiteren Beschuldigten diente. Das vorliegende Ausgangsmaterial erklärt nicht, wann der Post veröffentlicht wurde, wofür der Token stand oder wer die ursprüngliche Anzeige erstattet hat. Auch frühere Verfahrensschritte in diesem Fall werden nicht beschrieben. Diese Lücken schränken ein, wie umfassend die Tragweite des Urteils anhand der verfügbaren Berichterstattung bewertet werden kann – klar ist jedoch das Ergebnis selbst: Allein auf Basis des Posts steht kein Strafverfahren.

Warum das für dich wichtig ist

Für Krypto-Inhaber setzt das Urteil einen bemerkenswerten Präzedenzfall: Die Bewerbung eines Tokens durch eine öffentliche Person in den sozialen Medien allein begründet nach dieser gerichtlichen Argumentation möglicherweise keinen Betrug. Entwickler, die Tokens mit politischer oder prominenter Unterstützung lancieren, dürften dieses Urteil genau studieren. Nutzer, die Tokens aufgrund öffentlicher Empfehlungen kaufen, sollten beachten, dass Gerichte für den Nachweis einer Täuschung mehr verlangen können als einen bloßen Werbepost. Für Milei nimmt das Urteil eine juristische Belastung von seiner Präsidentschaft. Das Ausgangsmaterial lässt offen, ob es sich auf zivilrechtliche Ansprüche, aufsichtsrechtliche Prüfungen oder künftige Verhaltensregeln für öffentliche Personen bei Krypto-Werbung auswirkt.

Die größere Frage

Das Urteil wirft eine grundsätzlichere Frage auf: Wie viel rechtliche Verantwortung sollten öffentliche Personen tragen, wenn sie Finanzprodukte vor Millionen von Followern bewerben? Wenn ein einzelner Werbepost allein keinen Betrug begründen kann, welcher Maßstab sollte dann gelten? Diese Frage reicht weit über Argentinien hinaus, da Amtsträger und Prominente weltweit zunehmend Tokens und andere Krypto-Assets bewerben.

Worauf jetzt zu achten ist

Das Ausgangsmaterial nennt weder eine Berufungsfrist noch weitere Gerichtstermine. Zu beobachten bleibt, ob Staatsanwaltschaft oder Kläger das 60-seitige Urteil anfechten, sowie ob es eine Stellungnahme aus Mileis Umfeld gibt. Bonuz wird weiter verfolgen, wie dieser Fall die Regeln für öffentliche Personen bei Krypto-Werbung prägt – relevant für alle, die Web3-Identitätstools entwickeln oder nutzen.

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