Europas Notenbanken wollen Stablecoin-Zinsverbot ausweiten

By bonuz NewsroomPublished September 23, 2026
European Central Banks Push to Expand Stablecoin Yield Ban

Europäische Notenbanken drängen darauf, ein bestehendes Verbot von Stablecoin-Zinsen auszuweiten – künftig sollen auch Krypto-Lending und Staking davon erfasst werden. Wer in Europa Erträge mit Kryptowerten erzielt, könnte bald mit neuen Einschränkungen rechnen, wie diese Erträge erzeugt und beworben werden dürfen.

Was ist passiert

Laut CoinDesk drängen europäische Notenbanker darauf, ein bestehendes Verbot für Stablecoin-Zinsen so zu erweitern, dass es auch Krypto-Lending- und Staking-Produkte einschließt. Der Bericht nennt keine konkreten Institutionen oder Namen, sondern beschreibt eine gemeinsame Haltung unter Notenbankern. Diese argumentieren, dass indirekte Zinsstrukturen die Grenze zwischen elektronischen Zahlungstoken und Einlagen bei Geschäftsbanken verwischen, wie CoinDesk berichtete. Das verzerre den Wettbewerb im Finanzsystem, so die Notenbanker. Ein konkretes Datum für die geplante Ausweitung nennt der Bericht nicht, eine formale Abstimmung oder Regeländerung ist bislang nicht bestätigt.

Wie es dazu kam

Der Vorstoß setzt voraus, dass in Europa bereits ein Verbot für direkte Stablecoin-Zinsen existiert. Der neue Vorschlag würde diese Regel auf indirekte Kanäle ausweiten, einschließlich Krypto-Lending-Plattformen und Staking-Diensten. Notenbanker sehen darin das Schließen einer Lücke, da Nutzer auch ohne direktes Halten eines Stablecoins Erträge erzielen könnten – etwa durch Verleihen oder das Staken verwandter Token. Das passt zu einem breiteren Muster: Europäische Regulierer verschärfen zunehmend die Aufsicht über Krypto-Produkte, die als Spar-Alternativen vermarktet werden. Zu einem Zeitplan für legislative oder aufsichtsrechtliche Schritte äußert sich der Bericht nicht, sodass offen bleibt, wie und wann eine Ausweitung in Kraft treten würde.

Warum das für dich wichtig ist

Für Krypto-Inhaber in Europa könnte das bedeuten, dass es künftig weniger Möglichkeiten gibt, über Lending oder Staking Erträge auf Stablecoins zu erzielen. Anbieter von Lending-Plattformen und DeFi-Protokollen müssen ihre Produkte womöglich anpassen, um engeren Definitionen einer bankähnlichen Einlage zu entsprechen. Börsen, die Staking-Rewards auf Stablecoins anbieten, könnten mit neuen Compliance-Anforderungen konfrontiert werden. Alltägliche Nutzer dürften niedrigere angezeigte Renditen und zusätzliche Risikohinweise sehen. Teams, die Wallets oder Apps mit eingebauten Ertragsfunktionen entwickeln – einschließlich AR- und Smart-Glasses-Plattformen, die integrierte Finanztools erproben – sollten diese Entwicklung im Blick behalten, bevor sie Ertragsprodukte in Europa auf den Markt bringen.

Die größere Frage

Wenn indirekte Erträge genauso behandelt werden wie direkte, wo sollten Regulierer dann die Grenze zwischen einem Sparprodukt und einem Zahlungstoken ziehen? Diese Frage reicht über Europa hinaus, da auch andere Regulierungsbehörden die Entwicklung genau beobachten. Wie sie beantwortet wird, könnte darüber entscheiden, ob Krypto-Lending und Staking als zugängliche Verbraucherprodukte überleben – oder in weniger regulierte Märkte außerhalb der Region abwandern.

Worauf zu achten ist

Für die geplante Ausweitung existiert laut CoinDesk noch kein offizieller Zeitplan. Achte in den kommenden Monaten auf formale Vorschläge oder öffentliche Stellungnahmen europäischer Notenbanken. Ein Regelentwurf würde vermutlich eine öffentliche Konsultation durchlaufen müssen, bevor er verabschiedet wird. Bonuz wird verfolgen, wie sich neue Regeln auf ertragbringende Krypto-Produkte auswirken, die in Verbraucher-Apps integriert sind – einschließlich Wallets, die mit Wearables und AR-Geräten verbunden sind.

Keep reading