Ein Modder hat Nvidias noch unveröffentlichte DLSS-5-Technologie mithilfe einer gepatchten Datei auf fünf Jahre alte Ampere-Grafikkarten portiert. In den meisten Spielen bricht die Bildrate auf einstellige Werte ein, im besten Fall werden 30 bis 40 Bilder pro Sekunde erreicht. Diese Lücke zeigt, wie weit aktuelle Hardware von einem Bildschirm entfernt ist, der ruckelfrei genug wäre, um ihn im Gesicht zu tragen.
Was tatsächlich passiert ist
Laut Tom's Hardware nutzt der Mod eine gepatchte DLL-Datei, um DLSS 5 - Nvidias nächste Generation von Upscaling und Frame Generation - auf älteren RTX-30er-Karten mit Ampere-Architektur laufen zu lassen. Nvidia hat DLSS 5 offiziell für keine Hardware freigegeben. In den meisten Spielen fällt die Bildrate auf einstellige Werte, weit unterhalb von allem, was spielbar wäre. In Ausnahmefällen, bei auf das Minimum reduzierten Einstellungen, erreichen High-End-Ampere-Karten 30 bis 40 Bilder pro Sekunde. Diese Obergrenze ist für einen Desktop-Monitor gerade noch akzeptabel, liegt aber deutlich unter dem, was ein am Kopf getragener Bildschirm bräuchte. Niedrige, unregelmäßige Bildraten auf einem am Kopf getragenen Display können innerhalb weniger Minuten zu Orientierungslosigkeit oder Übelkeit führen - ein Problem, das Gaming-Displays nicht kennen.
Wie es dazu kam
Brillen korrigieren die menschliche Sehkraft seit dem 13. Jahrhundert, als italienische Handwerker die ersten Linsen schliffen, um Menschen das Lesen zu erleichtern. Diesem Glas nicht nur Schärfe, sondern auch Information hinzuzufügen, ist ein neueres Vorhaben. Moderne Smart-Glasses-Konzepte versprechen Wegbeschreibungen, Übersetzungen oder den Namen über dem Gesicht eines Fremden, eingeblendet in Echtzeit über die reale Welt. Diese Überlagerung braucht einen Computer, der Bilder so schnell rendert, dass das Auge keine Verzögerung bemerkt. DLSS wurde entwickelt, um Desktop-GPUs mithilfe künstlicher Intelligenz auf dieses Tempo zu bringen, indem es Frames ergänzt, statt jedes Pixel zu berechnen. Der Ampere-Mod zeigt, dass selbst diese Abkürzung ins Straucheln gerät, sobald man ihr mehr abverlangt als ein Spielmenü.
Warum das für dich wichtig ist
Vorerst wird die sichtbare Informationsebene über dem Alltag weiter über das Smartphone in der Tasche ankommen, nicht über eine Brille im Gesicht. Smartphones können aufwendiges Rendering an einen Server in der Nähe auslagern und zeigen nur das Ergebnis an - etwas, das ein akkubetriebenes Headset über Stunden hinweg noch nicht leisten kann. Deshalb wird das Erkennen eines Ortes, der einen Besuch wert ist, oder das Wiedererkennen an einem Ort, an den man immer wieder zurückkehrt, wahrscheinlich zuerst über einen Bildschirm funktionieren, den man in der Hand hält, bevor es über einen funktioniert, den man trägt. bonuz baut genau diese Ebene für die Smartphone-Phase: einen Ort, der erkennt, dass man da war, ohne Hardware zu benötigen, die es noch nicht gibt.
Die größere Frage
Die Korrektur der Sehkraft mittels Linse brauchte Jahrhunderte, um sich normal anzufühlen. Eine lebendige Informationsebene über das zu legen, was Menschen sehen, ist eine andere Art von Wandel - einer, der ebenso von Akkus, Chips und Wärmeentwicklung abhängt wie von Ambition. Die offene Frage lautet also schlicht: Wird diese Informationsebene über Orte und Menschen über etwas, das man im Gesicht trägt, in den Alltag einziehen - oder weiterhin über das Smartphone, das schon jetzt in jede Tasche passt?
Worauf zu achten ist
Nvidia hat kein offizielles Erscheinungsdatum für DLSS 5 genannt, und die derzeit auf Ampere-Karten laufende Version existiert nur als inoffizieller Mod. Es lohnt sich, auf Nvidias eigene Aussage darüber zu achten, welche GPUs DLSS 5 offiziell unterstützen wird - erwartet im Zuge künftiger Hardware-Ankündigungen. Unterdessen dürften Modder weiter versuchen, DLSS 5 auf ältere Karten zu bringen, um genau auszutesten, wie weit sich aktuelle Hardware noch strecken lässt, bevor eine tragbare Version dieses Problems real wird.



